Mehr Transparenz

Ehrenamtliche können auf den Haushalt der eigenen Gemeinde realistischer beurteilen.

Mehr Übersichtlichkeit

Vormals kleinteilige Zusammenhänge werden jetzt übersichtlicher dargestellt.

Mehr Handlungsfähigkeit

Wer immer genau alle Mittel kennt, kann schneller entscheiden.

Kirchliche Doppik

Reformziele Umstellungsprozess Hilfestellungen

Transparenz über den tatsächlichen Ressourcenverbrauch, verständlichere Darstellung des Haushalts, Hilfestellung zur Steuerung vor Ort.

Die Umstellung in der gesamten Landeskirche erfolgt unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten bis spätestens 2019. Hierzu ist die Mithilfe aller Beteiligter erforderlich.

Das landeskirchliche Projektteam entwickelt Standards und Hilfestellungen, die nach Erprobung hier veröffentlicht werden.

Worum es uns geht:

Mit der Einführung eines neuen Haushalts- und Rechnungswesens sollen aktuelle Technik und etablierte (Finanz-) Steuerungsinstrumente mit einfachen Verwaltungsabläufen und einem neuen Haushaltsrecht verknüpft werden. Der Begriff Doppik steht für eine bestimmte Rechnungslegungstechnik. Bei der Doppik werden zweiseitige Konten verwendet und man trennt systematisch Bestands- und Erfolgsvorgänge.

In der Doppik steht die Ermittlung des finanzwirtschaftlichen Periodenerfolgs im Vordergrund. Abgebildet wird das Reinvermögen mit den es verändernden Werteverbräuchen und Wertentstehungsprozessen. Optional bietet sie die Integration von Rechnungen der Zahlungsebene und Kostenrechnungen an. Die Grundpfeiler des neuen kirchlichen Rechnungswesens sind eine ergebnisorientierte Outputsteuerung und Zielorientierung. Dazu kommt ein Ressourcenverbrauchskonzept, welches folgende Aspekte berücksichtigt: Um die Basis für zielorientierte Entscheidungen über die Verwendung des kirchlichen Vermögens zu ermöglichen, ist eine Abbildung des kompletten Ressourcenverbrauchs notwendig.

So hat beispielsweise der Werteverzehr durch Abnutzung ganz erhebliche Auswirkungen auf den Wert des Reinvermögens. Künftig soll Ressourcenverbrauch auf Kosten späterer Generationen eingeschränkt werden. Oder anders ausgedrückt, die Substanz des kirchlichen Vermögens soll erhalten werden für die zukünftige Sicherung der Handlungsfähigkeit, d.h. jede Generation soll für die Ressourcen, die sie verbraucht, auch aufkommen, z.B. einen Ausgleich erwirtschaften für die (Ab-)Nutzung. Dies wird neue Steuerungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Gremien eröffnen. Es muss jedoch ein Mentalitätswandel stattfinden, um zu verdeutlichen, dass Kosten ein gewichtiger Faktor der Handlungsfähigkeit sind. Ein Wechsel wird angestrebt von der reinen Finanz- zur Ergebnisorientierung.

Letzte Änderung

15. Juli 2015